Über mich

Über mich

  • Executive Coach (ACTP)
  • Als GmbH-Geschäftsführer ein soziales Unternehmen in die Selbstorganisation geführt
  • Adaptive Leadership an der Harvard Kennedy School gelehrt
  • Magister Philosophie/Literatur mit Schwerpunkt Künstliche Intelligenz und Kognitionswissenschaft
  • 15 Jahre internationale Berufs- und Führungserfahrung im Bereich Soziale Innovation
  • Mehr als 100 Social Entrepreneurs in Europa persönlich begleitet
  • 10+ Organisationen und Programme gegründet und iniitiert
  • Master of Public Administration (Harvard Kennedy School)


Mein Hintergrund

Der Coach und New-Work-Berater

Mich hat immer interessiert: Wie und warum denken und handeln Menschen? In meinem Philosophie- und Literaturstudium war ich fasziniert von analytischer Geistes-, Bewusstseins- und Sprachphilosophie. Ein Computerfreak war ich sowieso. Nebenbei programmierte ich Software für meine sozialen Gründungen. Ich spezialisierte mich also auf künstliche Intelligenz und Kognitionswissenschaften.

Später, an der Harvard Kennedy School, vertiefte ich mich in Verhandlungsstrategie, System Dynamics und Führung. Im Team von Prof. Ronald Heifetz unterrichtete ich „Adaptive Leadership„, einen unkonventionellen und sehr wirkungsmächtigen Leadership-Ansatz, den ich in meinem Berufsleben praktisch jeden Tag brauchen würde.

Durch Adaptive Leadership begriff ich zwei Dinge: Führen und der Chef sein sind nicht dasselbe. Und: Gute Selbstwahrnehmung und das Lesen von Gruppendynamik sind die Voraussetzungen für gutes Führen und für gesellschaftliche Transformation. Ich begann mit regelmäßiger Yoga-Praxis und Vipassana-Meditation.

Im Jahr 2015 las ich „Reinventing Organizations“ von Frédéric Laloux und war inspiriert von seinen Fallbeispielen von selbstgeführten Organisationen. Als Geschäftsführer initiierte ich die Transformation von Ashoka Deutschland, einem Wachstumsförderer für Social Entrepreneurs mit mehr als 20 Mitarbeitern und 2,5 Mio € Umsatz, in eine selbstgeführte Organisation ohne formale Hierarchien.

Über 18 Monate erarbeiteten und stärkten wir im Team mit der Organisationsentwicklerin Bettina Rollow die Inner-Work-Kompetenzen, die es für eine solche Transformation braucht. Dazu gehören allen voran: Selbstkontakt, Metareflektion und Dialogqualität.

Am Ende führten wir die Organisation als Kollektiv. Wir schafften alle hierachischen Titel ab. Die Führungsstruktur von Ashoka Deutschland lässt sich heute in einem „Code of Conduct“ nachlesen.

Der Effekt war nicht nur nach innen gewaltig, er wirkte auch nach außen: Die Zeit berichtete im Mai 2018 über uns. Wir waren Finalist des XING New Work Award 2020. Ich begann, andere Organisationen auf ähnlichen Wegen zu begleiten, soziale Gründungen wie Wirtschaftsunternehmen.

Ich bildete mich zum Executive Coach weiter, um Führungserfahrung und innere Arbeit noch besser zu verknüpften. Die Ausbildung war von der International Coaching Federation zertfiziert (ACTP), die als Goldstandard der Branche gilt. Seitdem coache ich Führungskräfte aus dem Forprofit- und Nonprofit-Bereich.

Im Jahr 2020 gründete ich mit anderen die „Inner Work Alliance„. Sie besteht aus erfahrenen Unternehmer*innen und Coaches, die seit Jahren Selbstorganisation leben – und diese neuen Führungskulturen für andere Organisationen erfahrbar machen will.

Der Social-Entrepreneurship-Pionier

Meine erste soziale Initative gründete ich mit 19 Jahren. Zwei Freunde und ich wollten nicht hinnehmen, dass ein Viertel aller Student*innen ihr Studium abbrechen. Wir gründeten ein Studien- und Berufsberatungsnetzwerk, das schließlich über 200 Schulen abdeckte. Damals erlebte ich: Wenn man selbst anpackt, kann man in der Gesellschaft etwas verändern.

Nach dem Studium interessierte mich: Wie kann man Weltverbesserung als Hauptberuf betreiben? Ich arbeitete in großen privaten Stiftungen wie der Robert Bosch Stiftung – und lernte, wie man innovative soziale Projekte mit Geld und Know How nach vorne bringen kann.

Nach fünf Jahren im Stiftungswesen wechselte ich zu Ashoka, der weltweit größten Organisation für Social Entrepreneurship. Ich spezialisierte mich damit auf die Förderung von sozialen Gründer*innen. Mich faszinierte, wie man Purpose, Business und Gesellschaft zusammen denken kann.

Bei Ashoka baute ich über 10 Jahre hinweg mit Partnern zahlreiche neue Programme, Plattformen und Dienstleister auf, um Social Entrepreneurs zu unterstützen. Sie prägen die Szene in Deutschland und Europa bis heute.

Auch direkt unterstützte ich mit Ashoka über 100 Social Entrepreneurs in Deutschland und Europa: durch Gründerfinanzierung und mit meiner Expertise zu Finanzierungsstrategien, Skalierungsmethoden, Wirkungsmessung und Führungsmodellen.

Ich arbeitete mit Stiftungen, privaten Spender*innen und Investor*innen, mit der Bundesregierung und Verbänden ebenso wie mit Unternehmen wie Google, Zalando, McKinsey & Company, Hubert Burda und Boehringer Ingelheim.

Intern hatte ich bei Ashoka Deutschland verschiedenste Rollen und Führungspositionen: Ich leitete die Auswahl und Betreuung der geförderten Gründer*innen. Ich war Finanzchef, COO, Geschäftsführer, Partner. Als Fundraiser warb ich sechsstellige Spenden ein und war interner Organisationsentwickler. Zuletzt leitete ich für Ashoka europaweit die Auswahl neuer Social Entrepreneurs in 25 Ländern.

Über Jahre war ich Mitglied zahlreicher Beiräte und Expertenjurys zum Thema soziale Innovation. Bis heute bin ich Stifterrat der Stiftung „Stifter für Stifter“ und Vorstand einer Reihe von Treuhandstiftungen.

Konventionellere Lebensläufe von mir gibt es hier:


Gründungen und Expertenbeiräte

Diese Organisationen und Programme habe ich mit konzeptioniert, gestartet oder gegründet:

Alumni at School
Alumninetzwerke für deutsche Schulen

Social Reporting Standard
Internationaler Standard für Wirkungsberichterstattung

Talents4Good
Personalagentur für Jobs mit Sinn und gesellschaftlichem Mehrwert

FASE
Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship

Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland
Die Vertretung der Social Entrepreneurs in Deutschland

This Works
Ashokas Initiative gegen Arbeitslosigkeit in Südeuropa

Hello Europe
Ashokas internationale Initiative für Migration und Integration

Learning and Action Center
Ashokas Think Tank in Europa

European Changemaker Summit
Ashokas größtes Konferenzformat in Europa

Inner Work Alliance
Die Expertenallianz für Selbstorganisation in Teams und Unternehmen

LEAP
Partizipativer Förderer von Systemveränderern

Ich war Mitglied in folgenden Expertenbeiräten:

  • Start Social
  • Next Economy Award
  • Digital Top 50
    (McKinsey/Google/Rocket)
  • Deutschland – Land der Ideen
  • Deutscher Integrationspreis
  • Google Impact Challenge Europe on Online Safety

Publikationen und öffentliche Vorträge (Auswahl)

Höll, Rainer (2019): “Why social change needs inner work, what New Work feels like, and why you should read this book. Foreword by Ashoka Germany”, in: Joana Breidenbach, Bettina Rollow, New Work Needs Inner Work (Ashoka Edition, S. V-IX). München: Vahlen

Ashoka Deutschland und McKinsey & Company (2018): The skilling challenge. How to equip employees for the era of automation and digitization – and how models and mindsets of social entrepreneurs can guide us. Studie. o.V. PDF-Datei

Höll, Rainer (2017): Warum alle über Kooperationen reden – und warum es so wenige von ihnen gibt. Keynote auf der Haniel-Tagung „Gemeinsam mehr erreichen – Innovative Bildungskooperationen gestalten“ am 15. November 2017. Nicht veröffentlicht.

Höll, Rainer (2017, Januar 31): Social Entrepreneurs and Their Crazy Ideas – Migration and Integration. Vortrag auf der Digital Life Design Konferenz 2017. [Youtube] Abgerufen unter https://www.youtube.com/watch?v=SJMi4g6SCT0

FASE, Ashoka Deutschland, BMW Stiftung Herbert Quandt, McKinsey & Company (2016): Taking off. A hybrid investment fund to unlock the growth potential of social enterprises in Germany. Studie. o.V. PDF-Datei

Höll, Rainer (2016, Juni 20): 15 Social Entrepreneurs and Their Crazy Ideas. Vortrag auf der Digital Life Design Summer Konferenz 2016. [Youtube] Abgerufen unter https://www.youtube.com/watch?v=nlXKcpgPP6M

Höll, Rainer (2012): “Wie bereite ich (m)eine soziale Innovation auf Finanzierung und Verbreitung vor? – Das Jonglieren mit Rechtsformen in der Praxis von Social Entrepreneurs”, in: npoR – Zeitschrift für das Recht der Non Profit Organisationen (Heft 1/2012, S. 11-14). Hamburg: Bucerius Law School

Höll, Rainer (2012): “Engagement und Erwerbsarbeit bei Social Entrepreneurs” in: Engagement und Erwerbsarbeit in Europa. Organisations- und gesellschaftspolitische Herausforderungen und Modelle. (S. 120-122). Frankfurt und Berlin: Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V und Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE). PDF-Datei

Höll, Rainer (2012): “Wie Social Entrepreneurs und Wohlfahrtspflege gemeinsam soziale Probleme lösen können”, in: Joachim König, Christian Oerthel, Hans-Joachim Puch [Hrsg.] Soziale Nachhaltigkeit – wer erzieht, pflegt und hilft morgen? Dokumentation der Consozial 2011. Nürnberg: o.V. PDF-Datei

Höll, Rainer (2011): „Problemlöser mit unternehmerischem Geist“, in: Die Stiftung. Magazin für Stiftungswesen und Private Wealth (Spezialausgabe Social Entrepreneurship, Dezember 2011, S. 6-8). Frankfurt: „Die Stiftung“ Media

Höll, Rainer und Oldenburg, Felix (2011): Wie überwinden wir Hürden für soziale Problemlöser? Sechs Ansätze zur Verbreitung von sozialer Innovation und Social Entrepreneurship in Deutschland. Ashoka-Thesenpapier. o.V. PDF-Datei

DLD-Vortrag (2016): 15 Social Entrepreneurs and Their Crazy Ideas

DLD-Vortrag (2017): Social Entrepreneurs and Their Crazy Ideas – Migration and Integration